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Preisträger 2010

Betrieb Wellinger

 

Besonderheit

Ziegenstall mit klarer Konzeption - eine nachhaltige Baulösung

 

Baumaßnahme

Neubau einer solitären Halle, 4 Einraumbuchten mit Auslaufflächen, Melkbereich, Rundballentrocknungsanlage mit passiver Wärmenutzung

 

Adresse

Josef Wellinger

Unering 7, 4926 St. Marienkirchen a.H.

Oberösterreich

Tel.: 07753/35727

Mobil: 0699/10919417

josef.wellinger(at)bioziegenhof.at

Honorar für Betriebsbesichtigungen

 

Betriebsdaten

  • Seehöhe 530 m
  • Bewirtschaftete LN 25,6 ha (17,5 ha Eigentum; 7,8 ha Zupachtung; 0,3 ha Nutzungsrecht)
  • Flächennutzung: Ackerfläche 10,94 ha, Grünland 13,48 ha, Wald: 1,2 ha
  • Milchmenge  150.000 kg (Molkerei), 1.000 kg (Direktvermarktung)
  • Baumaßnahmen 2007 bis 2008: Neubau Milchziegenstall,Integrierter Bergeraum mit Heubelüftungsanlage, Melkbereich
     

Gründe für den Stallbau

  • Weiterführung des Familienbetriebs im Vollerwerb
  • Umstellung auf biologische Wirtschaftsweise

 

Ziele für Realisierung des Stallbaus

  • Kostengünstige Bauweise
  • Energieeffizienz, Nutzung der Sonnenenergie
  • Gute Einfügung ins Landschaftsbild
  • Nutzung Altbestand für Nachzucht, Lager und Verarbeitung

 

Baukosten

€ 250.000,-

Tierbestand max. 250 Milchziegen (derzeit 229), Nachzucht 130 Tiere, Stallfläche 1150 m², Melkbereich, Rundballentrocknungsanlage

 

Stallbau

Für die Milchziegenhaltung wurden in den vergangenen Jahren in Österreich vermehrt Stallbauprojekte für größere Herden projektiert und umgesetzt. Das Projekt der Fam. Wellinger liefert für diese Entwicklung klare Ansätze.

Die Situierung des Stalles neben der Hofanlage ermöglicht eine spätere Erweiterung ohne grundsätzliche Änderungen der Funktionsbereiche und Arbeitsachsen. Sonderbuchten, Lagerflächen oder gesonderte Arbeitsplätze, wie z.B. für die Verarbeitung, können im Altbestand genutzt werden.

Für die optimierte Nutzung der passiven Sonnenenergie zur Rundballentrocknung wurde die Längsseite nach Süden ausgerichtet. Die abgestuften Pultdachflächen reduzieren in der Wahrnehmung die Größe des Gebäudes in seinen Ausmaßen und der zweigeschoßigen Nutzung. Die dadurch entstehenden Lichtbänder unterstützen das freie Lüftungssystem des Außenklimastalles und erhöhen den natürlichen Lichteinfall in das Gebäude. Die Gruppenbuchten mit den Auslaufbereichen bieten den Tieren ein gut strukturiertes Platzangebot.

 

  • Halle: Holzbau (Verarbeitung von Schadholz/Kyrill), Kaltstallbauweise, Doppelpultdach
  • Heubelüftung: Dachheißluftabsaugung, Süd-Ausrichtung
  • Melkstand: Side-by-Side, 2 x 24 Tiere, Situierung mittig (keine Heizung im Winter, kühl im Sommer, keine Treibgänge)
  • Boden: Planbefestigter Boden (Stall und Auslauf), weiche Liegeflächen

 

Tiergerechtheit

Biobetrieb; Kitzenaufzucht (längeres Säugen am Mutterschaf), gute Zellzahl, gute Lüftung, silofreie Fütterung als Ziel

Der Tieflaufstall bietet den Ziegen eine weiche Liegefläche für bequemes Liegen und ausreichend Platz für soziale Verhaltenselemente. Der mit Beton planbefestigte Auslauf stellt eine wertvolle Ergänzung dazu dar, wodurch Bewegungsmöglichkeit, Klauengesundheit und Thermoregulation der Tiere positiv beeinflusst werden. Klettermöglichkeiten und erhöhte Liegenischen für die Tiere sind geplant.

 

Arbeitswirtschaft

Der Grundriss mit dem zentralen Melkbereich und den beiden Stichfuttertischen schaffen eine klare Übersicht im Stall und kurze Wege zu den unterschiedlichen und auf zwei Geschoßen angeordneten Arbeitsbereichen.

Rundballensilage und -heu wird mittels Hoftrac transportiert und händisch verteilt. Das Entmisten erfolgt mit Hoftrac und Miststreuer alle zwei Monate im Winter und alle drei Wochen im Sommer (wegen Fliegen), der Mist wird in einem alten Fahrsilo kompostiert. Der Strohvorrat befindet sich über der Einstreufläche, sodass das Einstreuen durch Abwurf auf die Einstreufläche erfolgt. Die Einlagerung wird mit dem Hoftrac bewältigt.

Positiv am Side-by-Side Melkstand sind die kurzen Wege, die geringe Verletzungsgefahr für die melkende Person und die gute Melkleistung. Ein Schnellauslass ist integrierbar, zwei Ziegen werden mit einem Melkzeug gemolken.

Fütterung: Stichfuttertische (Teleskoplader, Verteilung händisch), Futtermittel: getrocknete Heurundballen, Sommer Grünfütterung, Winter ca. 20 % Silage

Entmistung: Teleskoplader, Hoftrac und Miststreuer

Arbeitszeitbedarf je Milchziege/Jahr: 8,3 APh (Angaben des Landwirtes)

 

Plandarstellungen

Die Prinzip-Skizzen wurden zum Teil aus Einreichplänen entwickelt und können im Detail von der tatsächlich ausgeführten Baumaßnahme abweichen.

Lageplan

Grundriss

Schnitt

 

Bei der Verwendung von Fotos bzw. von Zeichnungen ist die Webseite www.oekl-bauen.at als Quelle anzugeben.

 

Bewegbares Panoramabild

Die Panoramabilder vermitteln einen guten Besichtigungs-Eindruck; teilweise treten jedoch Verzerrungen aufgrund der Foto-Überschneidungen auf. Die tatsächliche Situation ist nur auf den Einzelfotos ersichtlich (für Vollbild auf rechten Button klicken).

 


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